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Eine Ära geht zu Ende – wir verabschieden unsere 1. Konrektorin Frau Dreißigacker in den Ruhestand

Eine Ära geht zu Ende – wir verabschieden unsere 1. Konrektorin Frau Dreißigacker in den Ruhestand

Manche Menschen hinterlassen Spuren. Andere prägen eine ganze Schule. Und dann gibt es Menschen, die beides tun. Mit dem Eintritt in den Ruhestand verabschieden wir unsere 1. Konrektorin Frau Dreißigacker, die seit dem Jahr 2000 an der Ludwig-Uhland-Schule tätig war und deren Entwicklung über mehr als ein Vierteljahrhundert entscheidend mitgestaltet hat.

In dieser langen Zeit hat sie die unterschiedlichsten Erfahrungen im Schulalltag gesammelt und dabei stets eines bewahrt: die Nähe zum Unterricht und zu den Menschen, die unsere Schule ausmachen. Seit 2008 war sie als Konrektorin Teil der Schulleitung. Dabei war sie nie eine Konrektorin im klassischen Sinne, deren Arbeit sich vor allem in Stundenplänen, Vertretungsregelungen und organisatorischen Abläufen erschöpft. Natürlich gehörten auch diese Aufgaben zu ihrem Alltag. Im Mittelpunkt standen für sie aber immer die Pädagogik, die Menschen und das Miteinander – die Kinder und Jugendlichen ebenso wie die Lehrkräfte und Eltern.

Ihr eigentliches Ziel war es, die Menschen an unserer Schule zu einem guten Miteinander zu bringen. Dahinter stand eine klare pädagogische Überzeugung: Menschen entwickeln sich am besten in einer Gemeinschaft, in der sie sich angenommen fühlen, Verantwortung übernehmen und voneinander lernen können. Diesen Kerngedanken hat Frau Dreißigacker nie aus den Augen verloren. Und die Menschen an der LUS haben das gespürt und sehr geschätzt.

So hatte sie auch maßgeblichen Anteil daran, das heutige Profil unserer Schule zu entwickeln und mit Leben zu füllen. Das P*LUS-Programm mit seinem Sozialcurriculum, die Klassenfahrten, das Lernbüro, der Klassenrat und viele weitere pädagogische Bausteine tragen ihre Handschrift. Es ging ihr dabei nie allein um Konzepte auf dem Papier, sondern immer darum, wie diese im Schulalltag wirken und was sie für die Schülerinnen und Schüler tatsächlich bewirken können.

Wer mit Frau Dreißigacker zusammengearbeitet hat, weiß: Sie ist eine Frau mit wachem Geist, schnellen Gedanken und einer beeindruckenden Auffassungsgabe. Sie war eine unermüdliche Unterstützerin unserer Schülerinnen und Schüler, eine kompetente und verlässliche Beraterin für Eltern und eine geschätzte Ansprechpartnerin für Kolleginnen und Kollegen. Dabei konnte sie durchaus auch streng sein – aber immer gerecht. Schon jetzt vermisst der ein oder andere Schüler die mahnenden Worte auf dem Gang, sich doch bitte unverzüglich ins Klassenzimmer zu begeben. Und wer dachte, eine Diskussion mit ihr sei bereits entschieden, nur weil man gerade das letzte Wort hatte, konnte sich durchaus täuschen. Ein gewisser sportlicher Ehrgeiz in der Sache, eine gute Portion Streitlust und ihr unverwechselbarer Humor gehörten einfach dazu.

Wie sehr Frau Dreißigacker unsere Schule geprägt hat, wurde bei ihrer großen Verabschiedung am letzten Schultag des Schuljahres 2025/26 noch einmal auf ganz besondere Weise deutlich. Unter dem Motto „Ein Schultag mit Frau Dreißigacker“ erlebten wir gemeinsam einen ebenso unterhaltsamen wie bewegenden Rückblick auf ihr Wirken an der LUS.

In verschiedenen Unterrichtsstunden wurde dabei so manche Facette ihrer Persönlichkeit und ihrer schulischen Laufbahn sichtbar: Im Geschichtsunterricht durfte man staunen, bei welchen bedeutenden historischen Ereignissen Frau Dreißigacker offenbar schon persönlich dabei gewesen war. Im Musikunterricht sorgte eine Lehrerband für Stimmung – mit dem stellvertretenden Leiter des Staatlichen Schulamts am Schlagzeug. Im Biologieunterricht standen die schulischen Exoten und die Zoologie im Mittelpunkt. In Geografie gab es mehr als eine Reiseempfehlung rund um den Globus. Englisch wurde kurzerhand zum Pubquiz, in Deutsch sorgten die Elfen der Klassen 6 für einen besonderen Auftritt und auch die Bildende Kunst durfte an diesem außergewöhnlichen Schultag natürlich nicht fehlen.

Es war ein Tag voller Überraschungen, Erinnerungen, Musik, Humor und vieler persönlicher Begegnungen. Vor allem aber war es ein Tag, der zeigte, wie sehr Frau Dreißigacker Teil unserer Schulgemeinschaft war – und wie viele Menschen sie auf ihrem Weg an der LUS begleitet und geprägt hat.

Auch über ihren letzten Arbeitstag hinaus wird Frau Dreißigacker mit unserer Schule verbunden bleiben. Mit der Stiftung eines Schulpreises in Höhe von 3.000 Euro für besondere Leistungen in den Fremdsprachen setzt sie ein weiteres nachhaltiges Zeichen. Damit hinterlässt sie nicht nur menschlich und fachlich bleibende Spuren, sondern fördert ganz konkret auch die Leistungen und Talente kommender Schülergenerationen.

Liebe Frau Dreißigacker, wir danken dir von Herzen für 26 Jahre Engagement, für deine pädagogische Überzeugung, deinen klaren Blick, deine Energie und nicht zuletzt für deinen unverwechselbaren Humor. Du hast unsere Schule nicht nur organisatorisch und pädagogisch mitgestaltet, sondern ihr ein großes Stück ihrer Identität gegeben.

Eine Ära geht zu Ende. Was bleibt, ist weit mehr als eine beeindruckende berufliche Lebensleistung: Es bleiben Menschen, Erinnerungen, Ideen und Werte, die an der Ludwig-Uhland-Schule weiterleben werden.

Für deinen neuen Lebensabschnitt wünschen wir dir alles erdenklich Gute, viel Gesundheit, Freude und Zeit für all das, was bisher vielleicht manchmal zu kurz gekommen ist!

Deine LUS Birkenfeld